Website-Analyse mit Matomo statt Google Analytics

24. Oktober 2021 | Plugins, SEO, WordPress

Es muss nicht immer «Google Analytics» sein: Ihre Websitel ässt sich auch mit anderen Tools analysieren – ganz ohne Zugriff der Datenkrake aus Mountain View. «Matomo» ist ein Open-Source-Projekt, welches genau dasselbe tut: Bewegungen und BesucherInnen beobachten und deren Aufenthaltsdauer registrieren. Grosses Plus: Der viel bessere Datenschutz.

Google hat hervorragende Dienste und stellt diese (grösstenteils) kostenlos zur Verfügung. Aber nicht ohne Eigennutz freilich: Bei Google heisst die harte Währung «Nutzerdaten». Google sammelt Infos und weiss fast alles. Auch weil Millionen von Websites von «Google Analytics» observiert werden. Dabei gibt es eine Alternative – seit vielen Jahren schon.

Wer sich schon länger mit dem Bau und Betrieb von Internetseiten befasst, ist vermutlich schon mal auf den Begriff «Piwik» gestossen. Piwik war bis Ende 2017 ein Konkurrenzprodukt zu Google Analytics, welches jedoch auf dem eigenen Serverplatz lief. Das Open-Source-Projekt war aber nicht halb so übersichtlich aufgebaut, wie jenes vom Marktleader. Aus diesem Grund hat Piwik auch immer nur ein Nischendasein gefristet.

Das hat sich 2018 schlagartig geändert. Piwik wurde beerdigt und «Matomo» erschien als Nachfolgeprojekt. Aber nun nicht mehr im angestaubten Nerd- und Datenpuristen-Look, sondern als übersichtliches Tool, das es mit Google Analytics getrost aufnehmen kann. Die Idee bleibt dieselbe: Matomo lässt sich auf dem eigenen Webserver installieren – die Datenhoheit bleibt damit erhalten und wird nicht zu Google delegiert.

Mittlerweilen wird Matomo in mehreren Varianten angeboten. Nur eine davon kostet Geld:

  • als Version zum selber installieren (Matomo on Premise): Die Vollversion mit hochpräzisen Auswertungen im Stil von Google Analytics. Bloss ohne Negativerscheinungen betreffend Datenschutz und völlig kostenlos.
  • als Version, welche auf den Matomo-Servern läuft (Matomo-Cloud): Vollversion wie oben, welche sich für sehr grosse Websites mit viel Traffic eignet – jedoch mit Monatsgebühr (Stand 2021: € 29/Monat). Die erfassten Daten werden aber natürlich auch in der Cloud gespeichert, was den Datenschutz etwas schmälert.
  • als Plugin-Version für WordPress-Sites (Matomo Analytics – Ethical Stats. Powerful Insights): abgespeckte Variante der Vollversion. Nicht ganz so detailliert – die Daten sind aber aufschlussreich  – für den üblichen Gebrauch also mehr als ausreichend. Auch hier ist der Datenschutz hervorragend und der Preis: 0.00

Unser Fazit: Matomo ist alleweil einen Test wert. Der Datenschutz ist im Vergleich zu Google Analytics das grosse Plus der Analyse-Lösung von Matomo und Open Source ist ja auch sympathisch. Versuchen Sie es zunächst mal mit der Plugin-Version. Wenn Ihnen die Angaben genügen (ich wette: vielerorts tun sie das) werden Sie damit glücklich. Wenn Sie mehr Details wünschen, holen Sie sich die kostenlose Vollversion und stellen diese auf Ihren Webserver. Die Installationshilfe der Matomo-Website ist gut verständlich – jedoch in englischer Sprache verfasst.

Sie werden sehen: es muss wirklich nicht immer «Google Analytics» sein.

 

 

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