Pannenhilfe-Tipp #1: «White Screen of Death» – Wenn WordPress nur noch eine leere weisse Seite anzeigt

26. Juni 2022 | WordPress

Die meisten Website-Verantwortlichen sind zunächst mal sehr beunruhigt, wenn sie das erste Mal statt der adrett zurecht gemachten Website nichts sehen. Bzw. eine leere, weisse Seite, die auch als «White Screen of Death» bezeichnet wird. Es scheint so, als ob sich sich die gesamte Seite in nichts aufgelöst hat. Gar so schlimm ist die Sache aber nicht. Meist lässt sich der Fehler schnell finden und beheben.

,Das Hauptproblem an dem White Screen ist, dass er keine direkte Fehlermeldung ausgibt oder Hinweise, die einem dabei helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen. Ein aktuelles Backup kann helfen – so aktuell wie benötigt, wird aber kaum eine Sicherung vorliegen. Darum sollte man stattdessen versuchen, das Problem an dessen Wurzel zu bekämpfen. Oft ist die Ursache für das Laden der weißen Seite nämlich ein Plugin oder ein Theme.

So gehen Sie vor:

1. Plugins im Backend deaktivieren

Zunächst gilt es, festzustellen, ob es sich um einem White Screen im Backend oder um einen White Screen im Front End – also der Live-Seite – handelt. Das finden Sie heraus, mit einem Login ins Backend – gewöhnlich mittels https://ihredomain.ch/wp-admin. Wenn dies funktioniert und Sie ganz normal ins Dashboard kommen, stehen die Chancen gut, dass ein fehlerhaftes Plugin den White Screen verursacht.

In diesem Falle ist folgendes Vorgehen angezeigt:

  1. Alle Plugins deaktivieren
  2. Prüfen, ob das WordPress Frontend jetzt korrekt lädtFalls ja:
  3. Plugins einzeln aktivieren und Frontend prüfen bis der White Screen wieder erscheint. So identifizieren Sie den Verursacher des Problems.

2. Wenn auch das Backend betroffen ist

Falls der Zugang zum WordPress-Backend auch nicht mehr möglich ist, können Sie alle Plugins auch über FTP deaktivieren. Zum Beispiel mittels FileZilla. Die meisten Hostingdienste bieten überdies einen Filemanager im Administrationsbereich.

  1. Über FTP mit dem Server verbinden
  2. In den Ordner wp-content Ihrer WordPress-Installation wechseln
  3. Den Plugin-Ordner umbenennen
    >>> z.B. in «plugins_alt»
  4. In WordPress einloggen.
    >>> Dort müssten nun alle Plugins deaktiviert sein
  5. Den Plugin-Ordner im FTP-Programm wieder umbenennen in plugins
  6. Wie oben Plugins einzeln aktivieren bis der Übeltäter identifiziert wurde

3. Themes prüfen

Falls kein Plugin für den White Screen verantwortlich war, kann es das aktivierte Theme sein. Um das zu prüfen, ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei den Plugins.

Sofern der Login im Backend möglich ist, öffnen Sie «Design» und wählen dann «Themes». Dort sollte jetzt vorübergehend eines der Standard-WordPress-Themes aktiviert werden. Zum Beispiel «Twenty Twenty Two».

Falls kein Zugang zum Backend möglich ist, kann man sich auch hier per FTP zum Server verbinden und dort in den Unterordner wp-content/themes wechseln. Hier kann man den Ordnernamen für das aktivierte Theme umbenennen, um es im WordPress zu deaktivieren. WordPress nutzt dann nämlich automatisch das letzte Standard-Theme.

 

Vermutlich wurde das Problem «White Screen» durch das Deaktivieren von Plugins und/oder des Themes behoben. Falls nicht, geht die Fehlersuche weiter.

So könnten PHP-Fehler nämlich eine weitere Usache sein. Dies kann freilich vorkommen – es wird jedoch sehr selten der Fall sein. Solche Fehler lassen sich anzeigen, indem Sie den WordPress-Debug-Modus einschalten. Wie das geht, haben wir im Artikel «Fehlersuche: Debug-Modus in WordPress aktivieren» beschrieben. In aller Regel ist es jedoch hilfreich, wenn Sie sich zur Interpretation der ausgegebenen Fehlermeldungen versierte Hilfe holen.

 

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